Eine der häufigsten Fragen, wenn ein neues Themen-Projekt startet: Soll der Inhalt unter einer Subdomain wie blog.beispiel.de liegen, oder unter einem Verzeichnis wie beispiel.de/blog? Beide Varianten haben Anhänger, beide sind technisch sauber, aber sie verhalten sich aus SEO-Sicht unterschiedlich.
Wie Google die beiden Varianten behandelt
Lange Zeit galt: Verzeichnis schlägt Subdomain, weil Google Subdomains als „eigene Site" wertet und Linkequity nicht automatisch mit der Hauptdomain teilt. Diese Aussage stimmt – aber nur eingeschränkt. John Mueller von Google hat mehrfach betont, dass Subdomains und Verzeichnisse mittlerweile sehr ähnlich behandelt werden, sofern beide gut intern verlinkt sind.
In der Praxis sehen wir aber: Ein neues Verzeichnis profitiert vom Trust der Hauptdomain stärker und schneller. Eine neue Subdomain muss sich mehr selbst beweisen – Crawl-Budget, Backlinks, technische Signale.
Wann ist eine Subdomain trotzdem die richtige Wahl?
- Klare Themen-Trennung: Wenn der Inhalt nichts mit der Hauptdomain zu tun hat (z. B. Karriere-Portal eines Unternehmens), ist eine Subdomain ehrlicher und sauberer.
- Eigene Tech-Stack: Ein Shop auf
shop.beispiel.dekann ein anderes CMS nutzen als die Marketing-Site aufbeispiel.de. Verzeichnisse zwingen zu einer Engine. - Mehrere Sprachen oder Länder:
de.beispiel.comist eine etablierte Variante, auch wenn ccTLDs für reine Länder-SEO besser sind. - Tools, Apps, Staging:
tools.beispiel.deoderapp.beispiel.desind die Standard-Konvention.
Wann lieber ein Verzeichnis?
Wenn das neue Projekt thematisch zur Hauptdomain gehört und vom Trust profitieren soll – ein Blog, ein Glossar, eine Ratgeber-Sektion. Hier ist beispiel.de/blog fast immer schneller im Ranking als blog.beispiel.de.
Praxis-Empfehlung
Wir entscheiden bei SEO NW so: Gehört der neue Bereich thematisch zum Kerngeschäft? → Verzeichnis. Ist er eigenständig oder technisch getrennt? → Subdomain. Bei domain-root.de haben wir uns ganz bewusst für Subdomains entschieden, weil jedes Projekt sein eigenes, völlig anderes Thema hat – und kein Subdomain-Inhalt würde unter domain-root.de/bibel sinnvoll wirken.