DNS: Namensauflösung und Einträge

Das DNS (Domain Name System) übersetzt Namen wie domain-root.de in die IP-Adressen, die Rechner zum Verbinden brauchen. Welche Adresse zu einem Namen gehört und wohin E-Mails gehen, steht in DNS-Einträgen auf den Nameservern der Domain. Die Ratgeber in diesem Bereich erklären die Einträge, ihre Einrichtung und typische Fehler.

Alter Karteikasten aus Holz in einer ruhigen Bibliothek, eine Schublade mit leeren Karteikarten ist herausgezogen
Bild: KI-generiert

Jeder Aufruf einer Website beginnt mit einer Frage an das DNS: Unter welcher IP-Adresse ist dieser Name zu erreichen? Das Domain Name System wurde 1987 in den Normen RFC 1034 und RFC 1035 beschrieben, und die Grundlagen von damals gelten bis heute [1, 2]. RFC 1034 nennt drei Bausteine: einen baumförmigen Namensraum mit den Daten zu jedem Namen, Nameserver, die für bestimmte Teile dieses Baums zuständig sind, und Resolver, die im Auftrag von Programmen bei den Nameservern nachfragen [1]. Wie das im Einzelnen abläuft, erklärt Was ist DNS? Namensauflösung einfach erklärt.

Ein Domainname besteht aus Teilen, die durch Punkte getrennt sind, etwa www, domain-root und de. Jeder dieser Teile darf laut RFC 1035 höchstens 63 Zeichen lang sein, der ganze Name höchstens 255 Bytes [2]. Der Baum beginnt bei der Wurzel, darunter folgen die Endungen wie .de, dann die einzelnen Domains und ihre Subdomains. Für jede Ebene kann ein anderer Nameserver zuständig sein.

Einträge und wofür sie da sind

Die Daten zu einem Namen stehen in Einträgen (resource records). RFC 1035 legt unter anderem die Typen A für IPv4-Adressen, NS für Nameserver, CNAME für Aliasnamen, SOA für Angaben zur Zone, MX für Mailserver, TXT für freien Text und PTR für die Rückwärtsauflösung fest [2]. Später kamen weitere hinzu, etwa AAAA für IPv6. Einen Überblick gibt DNS-Einträge im Überblick: A, AAAA, CNAME, MX und TXT. Einzelne Typen haben eigene Seiten:

Alte Telefonvermittlung mit vielen Kabeln und Steckern im weichen Seitenlicht aus der Nähe
Bild: KI-generiert

TXT-Einträge tragen heute vor allem Angaben zur E-Mail-Absicherung. Wie SPF, DKIM und DMARC zusammenwirken, steht im Bereich E-Mail mit eigener Domain absichern.

Änderungen, Nameserver und Wartezeiten

Jeder Eintrag hat eine Gültigkeitsdauer, die TTL. Sie bestimmt, wie lange Resolver eine Antwort zwischenspeichern dürfen, und damit auch, wie lange eine Änderung braucht, bis sie überall ankommt. Die Seiten TTL bei DNS: wie lange Einträge gelten und DNS-Änderung: wie lange dauert es, bis sie überall gilt? erklären die Zusammenhänge. Wer seinen DNS-Anbieter wechselt, ändert die Nameserver beim Registrar; Schritt für Schritt steht das unter Nameserver ändern.

Sicherheit und Privatsphäre

Klassische DNS-Antworten sind weder signiert noch verschlüsselt. DNSSEC fügt Signaturen hinzu, mit denen ein Resolver prüfen kann, ob eine Antwort echt ist. Mehr dazu unter DNSSEC: signierte DNS-Antworten. Gegen Mitlesen auf dem Weg helfen DNS over HTTPS und DNS over TLS, beschrieben in DNS over HTTPS und DNS over TLS. Welchen Resolver dein Computer oder Router nutzt, kannst du selbst festlegen: DNS-Server am Gerät oder Router ändern.

Den DNS-Check findest du bei den Werkzeugen. Wie Domains und Subdomains aufgebaut sind, auf die sich alle diese Einträge beziehen, erklärt der Bereich Domains und Subdomains.

  1. Gesetz RFC 1034: Domain Names, Concepts and Facilities. IETF, P. Mockapetris. Stand 11/1987. abgerufen am 29.10.2026
  2. Gesetz RFC 1035: Domain Names, Implementation and Specification. IETF, P. Mockapetris. Stand 11/1987. abgerufen am 29.10.2026

Alle Artikel im Bereich DNS