Registrar und Registry: wer bei einer Domain was macht

Die Registry führt die zentrale Datenbank einer Domainendung, für .de ist das die DENIC eG. Der Registrar ist der Anbieter, bei dem du eine Domain bestellst und der sie bei der Registry für dich einträgt. Bei .com und anderen generischen Endungen braucht ein Registrar dafür eine Akkreditierung der ICANN.

Hoher Archivschrank aus Holz mit vielen kleinen geschlossenen Schubladen in einem ruhigen Büro bei Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Wer eine Domain registriert, hat meist nur mit einem Unternehmen zu tun: dem Anbieter, bei dem er bestellt und bezahlt. Im Hintergrund sind aber zwei Stellen beteiligt. Die Registry verwaltet eine Endung als Ganzes, der Registrar vermittelt zwischen dir und der Registry. Die Begriffe tauchen in Verträgen, Whois-Abfragen und bei jedem Domainumzug auf.

Die Registry: Verwalterin einer Endung

Für jede Endung gibt es genau eine Registry. Sie führt die Datenbank, in der steht, welche Namen vergeben sind, wem sie gehören und welche Nameserver für sie zuständig sind. Für .de ist das die DENIC eG mit Sitz in Frankfurt am Main [1], die auch die Nameserver der Endung betreibt [2]. Sie ist seit ihrer Gründung 1996 eine Genossenschaft, hat heute rund 300 Mitglieder und verwaltet mehr als 17 Millionen .de-Domains [2]. Ihre Mitglieder tragen Domains über ein Echtzeitsystem ein, ändern und löschen sie [2].

Welche Registry für eine Länderendung zuständig ist, verzeichnet die IANA. Die generischen Endungen wie .com, .org oder .shop betreiben eigene Registries.

Der Registrar: dein Anbieter

Der Registrar nimmt deine Bestellung an, prüft, ob der Name frei ist, und gibt den Auftrag an die Registry weiter. Bei .de nennt die DENIC ihn auch Provider. Wer keinen Provider nutzen will, kann eine .de-Domain über den Dienst DENICdirect direkt bei der DENIC registrieren, muss sich dann aber selbst um Webspace und Internetzugang kümmern [3]. Für .de gilt bei der Vergabe: Wer zuerst kommt, bekommt die Domain [3].

Bei den generischen Endungen braucht jeder Registrar, der direkt bei der Registry einträgt, eine Akkreditierung der ICANN. Dafür muss er technische, betriebliche und finanzielle Anforderungen erfüllen. Die gegenseitigen Pflichten regelt das Registrar Accreditation Agreement. Für Länderendungen wie .de gilt diese Akkreditierung nicht [4]. Du selbst schließt den Vertrag mit deinem Registrar, bei generischen Endungen das Registration Agreement [4].

Reseller und Hoster

Viele Hoster verkaufen Domains, ohne selbst Registrar zu sein. Sie reichen die Bestellung an einen Registrar weiter und heißen dann Reseller. Für dich ändert das wenig, solange Kündigung und Umzug funktionieren. Bei Problemen hilft es aber zu wissen, wer im Whois als Registrar eingetragen ist, das zeigt die Whois-Abfrage. Wie die Bestellung abläuft, steht unter Domain registrieren. Willst du einen Vertrag mit einem Hoster oder Domainanbieter beenden, findest du die Wege auf vertrag-kuendigen.com.

  1. Organisation Impressum. DENIC eG. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Über DENIC. DENIC eG. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation Registrierung von .de-Domains. DENIC eG. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  4. Organisation Information for Registrars and Registrants. ICANN. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.